„Wir sind heute hier in einem Schokoladenwerk, praktisch einem Schmelztiegel der Verführung, des Unglücks, des Glücks. Und auch wenn es eigentlich unvorstellbar zu sein scheint, auch über Schokolade scheiden sich die Geister.”

James Wadsworth formulierte es 1665 in London so:

“Alte Frauen werden frisch und jung

der Fleischeslust verleiht`s ganz neuen Schwung

es stärkt das Begehr - Du weißt schon Bescheid

der Schokolade scharfe Süßigkeit.”

Trude Herr sang dagegen in der deutschen Version von Percolator 1959:

‚Ich lebe unerhört solide

und habe nie ein Rendez-vous,

ich gehe höchstens mit den Eltern

ein Stück spazieren ab und zu.

Mein Vater sagt, so muss dass bleiben,

und dafür schenkt er mir Konfekt,

doch neulich platzte mir der Kragen,

weil mir Konfekt nun mal nicht schmeckt.

Ich will keine Schokolade,

ich will lieber einen Mann;

ich will einen, der mich küssen

und um den Finger wickeln kann.

Ich hatte neulich grad Geburtstag,

und diesen Tag vergess’ ich nie,

denn alle Tanten und Verwandten,

die waren mit von der Partie.

Sie brachten Rosen und Narzissen,

und Schokolade zentnerschwer,

da hat’s mich fortgerissen,

ich schrie, ich will das Zeug nicht mehr:

Ich will keine Schokolade,

ich will lieber einen Mann;

ich will einen, der mich küssen

und um den Finger wickeln kann.

Ich kaufte Sonntag auf dem Rummel

für 20 Pfennige mir ein Los.

Ich hab’ auch wirklich was gewonnen,

doch die Enttäuschung die war groß,

denn ich gewann dort einen Teddy

aus Schokolad’ und Marzipan,

den schmiss ich in die Menge

und schrie den Losverkäufer an:

Ich will keine Schokolade,

ich will lieber einen Mann;

ich will einen, der mich küssen

und um den Finger wickeln kann.