Doetinchem

 

Unser Partnerclub Doetinchem in den Niederlanden

RC Doetinchem Partnerclub seit 1955

Den Grundstein für das internationale Miteinander unter Rotariern haben unsere Altvorderen gelegt; wobei es uns heute noch Respekt abnötigt, dass sie sich bereits 10 Jahre nach Kriegsende und schon zwei Jahre nach der eigenen Clubgründung der rotarischen Verpflichtung zur Internationalität gestellt haben, um sowohl Kontakte nach Frankreich, nämlich Valenciennes , als auch in die Niederland und dort Doetinchem zu knüpfen. Diese Kontakte sind durch persönlichen Einsatz einzelner Freunde in unserem Club zustande gekommen, auch geprägt durch berufliche Interessen.

Unsere Generation hat daran teilgehabt, indem sie langjährige Freundschaften pflegen konnte. Ich hoffe, dass die nachfolgende junge Generation das erfolgreiche internationale Miteinander fortführen kann.

Und nun zu Doetinchem:

Im Rotary-Magazin Herbst 1995 ist dazu folgende Veröffentlichung:

40 Jahre sind der RC Doetinchem und der RC Gelsenkirchen freundschaftlich verbunden. Bereits 10 Jahre nach Kriegsende, “wurden die Kontakte gesucht, gefunden und bis heute mit Engagement von beiden Seiten gepflegt“. Das Kontakttreffen zur 40jährigen Freundschaft stellte der gastgebende RC Gelsenkirchen unter das Motto „Tradiertes Bewahren“ und bewegte sich mit den niederländischen Rotariern auf den Spuren des Barockbaumeisters Konrad von Schlaun. Die Schlösser Nordkirchen, Lembeck und Raesfeld waren die Ziele einer informativen und kurzweiligen Tagesfahrt.

Doch bevor es soweit kommen konnte, muss ich blättern; es gibt leider kein Archiv, aus dem ich, 1978 aufgenommen, schöpfen konnte. Ich selbst kann nur aus der Erinnerung berichten und mache das gern, um einen Faden zu knüpfen, um den sich vielleicht vieles ranken kann.

Am 15.Juli 1955 besuchte unser damaliger Präsident Max Grotowsky, Vater unseres verstorbenen Freundes Ulrich Grotowsky, mit seinem Sekretär Stoppenbrink, über dessen Kontakte zur Handelskammer in Münster die Anregung kam, den Rotary Club in Doetinchem. Am 24.Oktober 1955 erfolgte bereits ein Gegenbesuch vom dortigen Präsidenten Piet Engelsmann zusammen mit neun Rotariern. Im Jubiläumsheft zum 70.jährigen Bestehen des RC Doetinchem ist formuliert, dass erste vorsichtige Kontakte zum RC Gelsenkirchen geknüpft seien, die sich schließlich als eine sehr freundliche und mit häufigen gegenseitigen Besuchen ausgefüllte Beziehung entwickelt habe.

1962 ist zum 25-jährigen Bestehens des RC Doetinchem eingeladen, der zu diesem Zeitpunkt 39 Mitglieder zählt, und unser Geschenk ist eine Schirmlampe mit dem Rotary-Emblem.

1965 wird im Restaurant De Waag in Doesburg zusammen das Sinterklaasfest gefeiert; die Chauffeure mit den großen Mercedesautos bleiben draußen vor. Mittlerweile werden keine mitgebrachten Butterbrote mehr gereicht, die Stimmung ist fröhlich und der dortige Nikolaus überreicht unserem Freund von den Wasserwerken (Walter Kellermann?) ein Teeservice mit einem Gedicht zur Gebrauchsanweisung. Dieser niederländische Humor bricht das Eis und viele Jahre später noch reden wir uns mit den Vornamen an und sind nicht mehr so förmlich.

1966 erfolgt eine Einladung zum Besuch der Delta-Werke (Absicherung zur Nordsee) aus Doetinchem zusammen mit den Damen; wir laden 1969 zu einem gemeinsamen Meeting auf Schloss Anholt mit Besichtigung der dortigen „Salm‘schen Kunstkammer“ ein. In demselben Jahr hat nach unserer Schrift zum 40jährigen Jubiläum noch eine westfälische Burgenfahrt stattgefunden, die mit einem Abend aus Raesfeld endete. Und auch 1970 sollen wir nach eben der Quelle mit unseren Freunden aus Doetinchem eine Fahrt ins Sauerland unternommen haben. Die Aufzeichnungen aus Doetinchem geben hingegen erst für 1971 Informationen wieder, die über das wechselseitige Zusammentreffen eine Aussage zu lassen. So finden ab dieser Zeit jährlich Kamingespräche und gemeinsame Kegelabende statt; wobei der niederländische Chronist anmerkt, dass mit schöner Sicherheit von Doetinchem die Heimspiele verloren werden, aber mit derselben Sicherheit sind die Auswärtsspiele gewonnen. Ob das aus gegenseitiger Höflichkeit geschieht, ist nicht erwähnt!

Anlässlich eines Bootsausfluges 1971 nach Zutphen ist der Gelsenkirchener Club mit einer großen Anzahl von Teilnehmern vertreten. Wir laden 1975 den Club Doetinchem zum Kontakttreffen nach Siegen (Geburtsort von Peter Paul Rubens) ein mit anschließender Besichtigung des dortigen Schlossmuseums.

1977 begeht der RC Doetinchem sein 40jähriges Bestehen, er hat mittlerweile 50 Mitglieder. Das Gründungsmitglied Frits de Haan ,84jährig, hält bei einem festlichen Lunch eine in jeder Hinsicht bemerkenswerte Erinnerungsrede. Der Club feiert im alten Amphion einen großen Gala-Abend, bei dem die Gäste aus Hythe erst nach der Pause eintreffen, infolge eines Abbiegefehlers eines Mitgliedes auf der Autobahn in Belgien, das den Reisebus lenkte. Aber sie erlebten alle noch den Auftritt der mittlerweile legendären „Donna Lynton“ mit. Ob das auch Freunde aus Gelsenkirchen erleben durften, ist in keiner der Chroniken vermerkt. Vielleicht waren wir in Gelsenkirchen zu sehr mit der Ausrichtung der Distriktversammlung des 157. Distrikts R.I., der Neubildung des 187.Distrikts R.I. und der Gründung sowie der Charterfeier des „Inner Wheel Club Gelsenkirchen“ beschäftigt.

1979 gibt es gleich mehrere Treffen mit beiden Kontaktclubs; 1983 referiert Jan Jansen vom Club Doetinchem über den Auslandsdienst eines Zahnarztes auf den Philippinen im Rahmen des H3-Programmes bei uns in Gelsenkirchen. Wir feiern in einem schlichten „normalen Meeting“ unser 30jähriges Bestehen und vor einigen geladenen Gästen, u.a. unserem Gründungspräsidenten und Ehrenmitglied Freund Max Grotowsky, wird der Festvortrag: 30 Jahre Rotary in Gelsenkirchen vom Gründungsmitglied Freund Althoff gehalten. Besuch aus Doetinchem ist nicht mit von der Partie, ein 30. Geburtstag sei eigentlich kein Anlass groß zu feiern. 1984 werden wir zu einem Ausflug an das Delta-Sperrwerk (Abschluß von Rhein und Maas zur Nordsee) eingeladen; Jan Ovink hat den Tag organisiert, der uns auch in das wunderschöne historische Städtchen Zierikzee führte.

1985 sind wieder Besuche in Doetinchem in unserer Chronik zum 40jährigen Bestehen erwähnt; es sind keine Ausflugsziele bekannt. Und 1987, kurz vor dem 50jährigen Jubiläum, das prächtig gefeiert wird, gründet der Club Doetinchem zur finanziellen Abwickelung der Kosten für den Gemeindienst die Stiftung „De Hefboom“ (Der Hebel). Ein Jubiläumskonzert unter der Leitung des bekannten Violinisten Theo Olof spielt einen Erlös von mehr als 10.000 Gulden ein, die teilweise zur Renovierung des Radiostudios im Slingeland Krankenhaus angelegt werden, außerdem erhält die Jugendorganisation Spindo einen Beitrag für das Clubhaus. Mit 105 ausländischen Gästen wird das Kastell Bergh besucht, das eine überaus wertvolle Sammlung von Bildern aus der Renaissance, sowohl der niederländischen, als auch der italienischen beherbergt. Ich erinnere mich noch gern an die Führung von Mieke Stokman , Frau von Wim Stokman, und an Anna Marie Kutsch Lojenga, der späteren Lebensgefährtin von Carl König. Beim Gala Diner im Hotel/Restaurant Ruimzicht in Zeddam sitzen 191 Personen aus England, Frankreich, den Niederlanden und Deutschland zusammen an den Tafeln; Wim Lems ist in Doetinchem Präsident und der Club hat 57 Mitglieder.

1990 ändert der RC Doetinchem seine Satzung und ist nun für männliche und weibliche Mitglieder offen; in der Chronik von Doetinchem wird erwähnt, dass Ende 1993 ein Sturm durch den Club gefegt sei. Ein Für und Wider bei den Diskussionen um die Aufnahme von weiblichen Mitgliedern. 1995 ist man zu der Entscheidung gekommen, dass Frauen aufgenommen werden sollen und die große Mehrheit sieht den Frieden im Club wiederhergestellt.

Am 23.September 1995 haben wir den RC Doetinchem zum Kontakttreffen ins Münsterland eingeladen, worüber oben mit einigen Zeilen aus dem Rotary Magazin berichtet wurde. Das Treffen war mit sorgfältiger Hilfe des Clubmeisters, Freund Damas, einem bauhistorischen Vortrag unseres leider früh verstorbenen Freundes Hilkenbach über die Wasserschlösser und der Unterstützung durch Freund Vogedes im Zugang zur Gastronomie auf Schloss Raesfeld zu einem Event geworden, zu dem unsere niederländischen Freunde gern die Einladung angenommen haben, „nicht zuletzt, weil das Programm sehr gut aussieht und wir uns jetzt schon auf das obligate kopje koffie freuen“. Jan Jansen vom RC Doetinchem ist seit diesem Treffen unser Ehrenmitglied, die Urkunde dazu hatte unser Freund Dietmar Klein kunstvoll gestaltet. Ein von ihm gefertigtes Gästebuch, aus dem sich - zu den jeweiligen Treffen - die Seiten einzeln austrennen ließen, um Erinnerungen für später festzuhalten wurde übergeben und vielleicht nochmal benutzt, es ist leider verschollen! An dem Treffen nahmen 27 Personen aus Doetinchem teil und von uns kamen noch 35 Personen dazu.

 Es dauert allerdings noch, bis ein weibliches Mitglied nämlich die Schulleiterin Elly Reinders am 7.Februar 1997 eintritt, um am 7. März des Jahres aufgenommen zu werden, gleich darauf starten die Feierlichkeiten zum 60jährigen Bestehen des Clubs am 8. März im Amphion. Es gibt verschiedene Veranstaltungen innerhalb eines Zeitraumes von 60 Tagen; am Festakt waren unser Vizepräsident Freund Dietrich und ich eingeladen, da unser Club seine Reise ins Elsass machte. Ein separates Treffen mit dem RC Gelsenkirchen fand in einer Tabakwarenfabrik in Zevenaar statt, deren Räume mit großflächigen modernen Kunstwerken ausgestattet waren, um die „Arbeitsfreude“ zu heben. Der Abend klang mit einem rustikalen Restaurant in Ellekom aus, wir waren immerhin 50 Personen. Der Präsident in Doetinchem ist Paul Verbeek und nach dem Sturm in den Jahren zuvor zählt der Club nun 60 Mitglieder.

Unser Club wurde 1998,- nach Vorgesprächen-, zum Besuch des Widerstandsmuseum in Overloon mit Damen eingeladen; bei uns war Freund Dietrich Präsident, der als Jugenddienst-Betreuer die Arbeiten um Ysselsteyn (Deutscher Soldatenfriedhof des Zweiten Weltkrieg) in der Provinz Limburg begleitet hatte und dem es auch um die gegenseitige Verständigung ging. In Doetinchem stand dem Club Jan Jenniskens vor; in den dortigen Annalen wird der gemeinsame Besuch als „ein Durchbruch“ bezeichnet.

„Frieden als Aufgabe“ waren die Feierlichkeiten anlässlich des 350jährigen Jubiläums des Westfälischen Friedens überschrieben, um nicht mit den Veranstaltungen im Festprogramm zu kollidieren hatte ich für die Präsidenten Geldbach und Stokman ein Ganztagesprogramm zusammengestellt, an dem jeder nach Ausdauer oder Befindlichkeit teilnehmen konnte. Es begann mit einem Empfang im Krameramtshaus und einem Vortrag des Geschäftsführers des Zentrums für Niederlande Studien an der westf. Wilhelms Universität, es gab eine zweisprachige Führung durch das Stadtmuseum in der Salzstraße und eine Einladung zum Mittagessen Altes Gasthaus Leve. Für den Nachmittag waren Kaffee und Kuchen in Klutes Landgasthaus in Havixbeck vorgesehen, danach ein Spaziergang in und um Havixbeck mit dem Sandsteinmuseum, um sich ab 18.00 Uhr zum Dämmerschoppen und Abendessen wieder zu treffen. Ab 21.00 war „Wir haben fertig“ angesagt; im Bericht aus Doetinchem wurde das Treffen als „geslaagt“  bezeichnet und wir hatte über 70 Teilnehmer im Laufe des Tages.

Zu Beginn des Jahres 2000 stirbt plötzlich der Inhaber des Restaurants „Marktzicht“, Herr Paul Meinicke, wo der Club seit 1973 verkehrte und zuvorkommend, fast freundschaftlich aufgenommen war. Im folgenden Jahr wechselte man in das Party- und Kongresszentrum „Hart van Doetinchem“, schräg gegenüber, als Clublokal und blieb hier annähernd zehn Jahre. Eine Aufkündigung des Lokals erfolgte plötzlich und unvorhergesehen.  Das Lokal war verkauft worden, und über Nacht galt es das Rednerpult sowie die Tischglocke nicht in die Hände des neuen Besitzers gelangen zu lassen, was auch gelang!

Im August 1998 wurden in Doetinchem Pläne bekannt, dass die dort ansässigen sieben Service-Clubs ein gemeinsames Millennium-Fest begehen wollten, um ein „sociaal cultureel Eetcafé mit dem Namen:„Het Borghuis“ zu stiften. Als aufzubringende Summe waren 200.000 Gulden ins Auge gefasst, wobei von den zu erwartenden Gästen keine Karten, sondern Bausteine im Wert von 200 Gulden zu erwerben waren. Zum Stichtag waren 165.000 Gulden zusammen und die Freunde Rob Voorhuis und Wim Stokman  konnten durch persönlichen Einsatz noch einen Hauptsponsor gewinnen, so wurde das Restaurant „Het Borghuis“ am 21.Mai, damals noch in der Kapoeniestraat, eröffnet, es zog 2011 in das renovierte und monumentale alte Postkontor um.

An wechselseitigen Begegnungen sind vielleicht noch zu benennen:

Im Jahr 1998 gab es einen Segelkurs für Jugendliche und Kinder im Ijsselmeer in der Nähe von Lemmer, wo ein Sohn von Henk de Haan eine Segelschule unterhält. Die niederländischen und deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich gut verstanden, das einmalige Ereignis ist in guter Erinnerung geblieben.

Mit Präsident Schlake fand 2000 eine Einladung der niederländischen Freunde nach Münster statt. Unser 50jähriges Jubiläum feierten wir 2003 mit einer Delegation aus Doetinchem im Maritim unter Präsident Hermandung. Eine weitere Begegnung fand daher auch nicht statt.

Anton Schaars zeigte 2003 den Gelsenkirchener Freunden als Präsident seinen Heimatort Hummelo mit dem dortigen Feuerwehr-Museum. Und Freund Geßner lockt zu einem gemeinsamen Treffen ins Neandertal Museum mit einem anschließenden Ausklang in der Düsseldorfer Altstadt. 2007 besuchen wir unsere Freunde in Doetinchem und gratulieren zum 70jährigen Jubiläum und zu einem neugestalteten Wimpel des Clubs, der beim freiwilligen Hilfsdienst am Gelsenkirchener Glühweinstand gleich zur Geltung gebracht wurde.

Die zu Beginn der siebziger Jahre erwähnten Kamingespräche und die Kegelabende werden seit schon geraumer Zeit nicht mehr durchgeführt. Es gibt jetzt andere Möglichkeiten sich näher zu kommen; so die Beteiligung beim Ausschank auf unserem Glühweinstand oder die über einige Jahre durch Pieter Horjus angebotenen Kanutouren durch das Gebiet „Weerribben“, ein reich mit Schilf bewachsenes ehemaliges Torfstechergebiet in der Provinz Overijssel. Von unserer Seite waren mit von der Partie die Ehepaare: Bottermann, Büsch, Gill,Jaeger, Stäritz und von Vorst; die Beteiligung aus Doetinchem wechselte und das Unternehmen ging 2004 in seine letzte Runde, wobei wir viel Spaß gehabt haben.

2008 lud Jürgen Damas als Präsident unsere niederländischen Freunde in die neueröffnete ZOOM Erlebniswelt ein. Sie waren von dem Gestaltungskonzept der Anlage sehr angetan. Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung des Ruhr-Museums auf Zollverein im Jahr2010, als die Schwägerin unseres Präsidenten Charly Kreitz, die Gäste aus Doetinchem in ihrer Landessprache durch die Sammlung führen konnte. Im darauffolgenden Jahr reisen unsere niederländischen Freunde mit Kindern in einem großen Reisebus nach Duisburg. Die Kinder werden im Klettergarten unter Aufsicht „beschäftigt“, die Erwachsenen sind im Museum Küppersmühle angetan von moderner Kunst in beachtenswerter Architektur, um sich dann mittags zum Grillen wieder zu treffen. Es folgte eine Rundfahrt durch den größten Binnenhafen Europas und ein Abschluss in einem der umgebauten Speicherrestaurants, nämlich „Diebels am Hafen“.

Zum 75jährigen Jubiläum, das in der Orangerie von Kasteel Ruurlo mit 185 Gästen bei einem Galadiner beendet wurde, überreichte unser Präsident Jörg Stäritz zusammen mit zwei Freunden Körbe mit Schwarzbrot, um eine gesunde, abwechslungsreiche Kost bei den Meetings dort zu gewährleisten, wir mochten nicht mit einem Scheck in der Hand erscheinen. Die Festlichkeiten dauerten vom 16. bis 18. März 2012, sie umfassten ein Benefit-Konzert im Amphion mit Country, Blues und Jazz und einem Gesangsstück vorgetragen von Sabine Elfers, Mitglied im Doetinchemer Club. Am Samstagvormittag empfing der Bürgermeister, Rotarier Herman Kaiser, alle Gäste im Rathaus und berichtete über die Entwicklung der Gemeinde Doetinchem in einem Vortrag. Anschließend führte der Weg in das renovierte „Oude Postkantoor“, wo „Het Borghuis“ und das Stadtmuseum nun ihren Platz gefunden haben unter rotarischer Einflussnahme.

Unser 60jähriges Jubiläum feierten wir 2013 unter Präsident Werner Kirchberg mit Gästen im Restaurant der ZOOM Erlebniswelt, ein Treffen mit Doetinchem unterblieb ,was keinen Einfluss auf die gegenseitigen Kontakte hatte; im Gegenteil: wir nahmen auf unserer Clubreise nach Schwerin ein interessiertes Paar mit, bei denen ein Partner schon Jahre zuvor in Mitteldeutschland tätig gewesen war. Die Einladung zu unserer Clubreise war nicht zum ersten Mal ausgesprochen; nachfolgende Präsidenten erinnerten sich dessen und begrüßten teilnehmende Paar herzlich.

Wie oben geschildert, sind die Begegnungen mit den Freunden in Doetinchem nicht ausschließlich einem geregelten Zeitplan und einem ausgewählten Teilnehmerkreis vorbehalten, jedoch immer von einer besonderen Herzlichkeit und Offenheit geprägt.

Der Präsident aus Doetinchem Ruud Wilms bedankte sich 1991 für eine Einladung ins MIR zur Aufführung von „My Fair Lady“ und einem Abendessen vorweg mit dem Verschenken von Blumen an die anwesenden Damen und tat das mit der Bemerkung, dass so etwas in Doetinchem üblich sei, wenn eine Abendveranstaltung anstünde.

Die „Nederlands gekke voetballers “ erlebten einen Sieg von Schalke 04 über Bayern München auf Einladung von Rudi Heib, als noch in der ersten Bundesliga gespielt wurde. Der Sieg wurde natürlich gefeiert mit einem Abendessen auf Schloss Berge.

Auch für ernstere Dinge gibt es Möglichkeiten miteinander ins Gespräch zu kommen, so sind 2002, im Jahr von Präsident Vogedes , zum Thema „Sterbehilfe“ bei unseren Einkehrtagen im Kloster Himmerod-auf Anfrage drei Freunde aus den Niederlanden bereit zu berichten, wo der Umgang in der Gesellschaft mit dieser Frage schon wesentlich weiter ist. Es waren dabei: der evangelische Pastor Joost Cohen Stuart, der Hausarzt Gert-Jan van Vlijmen und ein Betroffener, unser Freund Carl König, der seine erste Frau Anneke bis in ihrem Tod begleitet hat. Mir haben Teilnehmer von diesen Einkehrtagen berichtet über den tiefen Ernst, die große Offenheit und den starken Eindruck des bei diesem Treffen Erlebten.

Kommen wir wieder in die nähere Vergangenheit, 2014 nimmt unser Präsident Maier gleich drei Ehepaare aus Doetinchem mit auf die Clubreise nach Berlin, in unsere „neue Hauptstadt“. Diese Reise hatte Oliver Wittke mit seinen Kontaktmöglichkeiten für alle Teilnehmer informativ und beeindruckend gestaltet, es sind bei dieser Reise neue Freundschaften entstanden und alte gefestigt worden. Im Jahr 2014 lädt der Präsident Bottermann die Freunde aus den Niederlanden zu einer Kennenlerntour durch das sich veränderte Ruhrgebiet ein, die auf der Zeche Nordstern im Restaurant „Heiner`s“ endet. Auf seiner Clubreise 2015, die uns nach Hamburg führte,-wir übernachteten im zum Hotel ausgebauten Wasserturm des alten Sternschanzen Viertels-, sind wiederum Gäste aus Doetinchem mit dabei, die sich besonders über die Besichtigung der Airbus-Werft und die freundschaftliche Atmosphäre in der Weltstadt geäußert haben.

Auf der Clubreise von Präsident Bittner, geprägt durch seine Leidenschaft zum Segeln, begegneten wir 2016 unterwegs Freunden aus Doetinchem, wobei uns Freund Hein Hoefsloot einen informativen Vortrag über die Wasserbewirtschaftung der „Zuiderzee“ gab. Mit Präsident Anastassiou besuchten wir 2017 den historischen Kern der alten Hansestadt Deventer, Provinz Overijssel, und kommen mit dem Problem einer entwidmeten Kirche, der sog. Berg-Kirche aus dem 12. Jahrhundert, in Berührung. Malereien aus dem 15.Jahrhundert. alte Glasfenster und die Orgel von 1639, umgebaut 1843, waren zu restaurieren, um nun in einem angemessenen Rahmen Konzerte aufzuführen. Der weitere Weg führte uns nach Gorssel , Provinz Gelderland, wo ein durch Kommunalreform überflüssig gewordenes Rathaus mit privaten Mitteln zu einem bedeutendem Kunstmuseum umgebaut worden ist. Der Abend klang dort in einem Feinschmeckerlokal aus; die Beteiligung beider Clubs lag bei etwa 45 Personen. 2018 zeichnete unser Präsident An und Paul Verbeek als „Ehren-Glühwein-Ausschenker“ aus, um ihren unermüdlichen Einsatz bei der Aktion zu würdigen, die Urkunde hatte Dietmar kunstvoll gestaltet. Paul Verbeek war bereits zum 1.07.2017 aus dem RC Doetinchem ausgeschieden, nahm aber die Auszeichnung unter sichtlicher Rührung an.

Im Jahr von Präsident Jäger besuchten wir mit den Freunden aus Doetinchem die erweiterten römischen Anlagen des Xantener Lagers, den Dom und die historische Freiheit, das Treffen fand mit Kindern statt, wurde leider von Platzregen begleitet und endete in einen zum Teil überdachten Gartenlokal.

Im Jahr von Präsident Weiß nahm ich mit Gerd Bittner, er als Vertreter des Präsidenten, zur Übergabe des Präsidiums im Amphion teil - schon unter Corona Auflagen ,als bei der Veranstaltung eine neue, nicht zur Abstimmung gestellte Idee vorgetragen wurde, nämlich neueingetretenen Mitgliedern zum 70.Lebensjahr den Austritt in die Gruppe der „Past-Rotarian“ vorzuschreiben, um den Club zu verjüngen und attraktiv zu gestalten. Anscheinend war diese Aktion mit den dortigen Governors abgestimmt, ich habe darüber berichtet. Es trat eine große Unruhe auf, in derer Folge ca. 25 Mitglieder, auch solche unter 70 Jahren den Club verließen und sich außerhalb von Rotary unter der Bezeichnung alter Freunde als „Doetinchem 2020“ zusammengeschlossen haben.

Ich bin dieser Vereinigung beigetreten, um unseren alten, auch persönlichen, Freunden zu begegnen. Dem RC Doetinchem gehöre ich seit 2007 als Ehrenmitglied an, daran soll sich von dort nichts ändern, wenn auch der Informationsfluss nicht regelmäßig ist.

 

im September 2021, Gerd Büsch

Aus den Gründerjahren

 Besuch aus Doetinchem 1966

 Antrittsbesuch aus Doetinchem 1966

Besuch aus Doetinchem 1965

90er Jahre

Besuch aus Doetinchem 1993

Besuch in Doetinchem 1997

Besuch in Doetinchem 2000 - Paddeln

Besuch in Doetinchem 2002 - Paddeln

 Besuch aus Doetinchem 2011

 Besuch aus Doetinchem am Glühweinstand

 Besuch aus Doetinchem 2014

 Gemeinsames Treffen 2017 in Xanten

 Besuch in Doetinchem 2005

 Besuch in Doetinchem 2010

 

Treffen in Borculo

Ein unvergessenes Erlebnis

 
 
 

85 Jahr Feier in Doetinchem

 
 
 

Ämterübergabe am 7.7.23 in Doetinchem

 
 
 

Antrittsbesuch des Präsidenten Klaus Rembrink am 18.10.24 in Doetinchem

 
 

Klaus Rembrink überreicht das Monopoly von Gelsenkirchen als Gastgeschenk an den Past Past Governor Günter Giesen. Mehrere Mitglieder wollen in diesem Jahr zum Glühweinstand kommen.