Gelsenkirchener Stadtmodell zum Fühlen und Sehen – Eine Spende des Rotary Clubs Gelsenkirchen an die Stadt

Montag, 25. Oktober 2021 12:00 Uhr , Heinrich-König-Platz

Der Rotary Club Gelsenkirchen schenkt der Stadt Gelsenkirchen ein maßstabgetreues Bronzemodell des Stadtgebietes und widmet es den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt.

Gelsenkirchen hat viel Potential und viele Menschen leben gerne in Gelsenkirchen. In der Außendarstellung schneidet unsere Stadt leider häufig nicht gut ab. Der Rotary Club Gelsenkirchen hat das zum Anlass genommen, der Stadt ein Stadtmodell aus Bronze zu stiften, um damit an die Bergbaugeschichte der Stadt zu erinnern, die Gelsenkirchen erfolgreich und bedeutend gemacht hat. Das Modell, das auf dem Heinrich-König-Platz installiert wird, soll für eine gemeinsame, vielversprechende und lebenswerte Zukunft in Gelsenkirchen - im Herzen des Ruhrgebiets - werben und die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit unserer Stadt stärken.

Das Stadtmodell ist im Maßstab 1 : 6.000 angefertigt und damit insgesamt 2,73 m x 1,56 m groß. Herausragende Gebäude und Objekte wie z.B. das Musiktheater, das Hans-Sachs-Haus und die Veltins Arena werden in einem größeren Maßstab dargestellt und so auf dem Stadtmodell hervorgehoben. Die ehemaligen Zechenstandorte werden durch die alten Fördertürme kenntlich gemacht - auch wenn diese zum großen Teil nicht mehr existieren - um an die Bergbaugeschichte Gelsenkirchens zu erinnern.

Das Modell ermöglicht es blinden Menschen, die Straßen, Gebäude und Fördertürme zu ertasten. Menschen ohne Sehbehinderung können sich Gelsenkirchen aus der Vogelperspektive anschauen und sich so einen Überblick von der Stadt verschaffen. Besondere Gebäude und Objekte sowie die einzelnen Stadtteile sind sowohl in lateinischer als auch in Brailleschrift beschriftet. Da das Stadtmodell fast annähernd genordert aufgestellt werden kann, bietet es den Besucherinnen und Besuchern eine gute Orientierungshilfe.      

Die Abbildung der Stadt stammt von Bildhauer Felix Brörken aus Welver in Westfalen. Der Künstler hat sich auf die Anfertigung von Blindentastmodellen spezialisiert und bereits gemeinsam mit seinem Vater mehr als einhundert Bronzenachbildungen von Städten weltweit angefertigt. Für die Erstellung eines maßstabgetreuen Stadtmodels benötigt der Künstler mehrere Monate. Mithilfe von Fotografien, Kataster- und Höhenlinienplänen werden Gebäude, Häuser und Objekte maßstabgetreu abgebildet und in einen Hartschaum geschnitzt. Nach dem Bau eines Kunststoffentwurfs des Stadtmodells entsteht anschließend im Wachsausschmelzverfahren, einer alten handwerklichen Kunst, das bronzene Relief.